Woran Sie gutes Olivenöl erkennen

Gutes Olivenöl wirkt sich positiv auf die menschliche Gesundheit aus. Zudem schmeckt es in Speisen sehr gut, verfeinert deren Geschmack, und findet hauptsächlich in der mediterranen Küche Verwendung. Sogar in der Kosmetik lässt sich gutes Olivenöl für Haar und Haut verwenden.

Wie entsteht das gesunde Gold?

Als wertvolles Pflanzenöl besteht es aus dem Fruchtfleisch von Oliven, aus denen es herausgepresst wird. Dabei besteht das Öl in der Hauptsache aus verschiedenen Ölsäuren. Das sind beispielsweise Omega 6- und Omega 3-Fettsäuren. Aber auch ein hoher Anteil von Vitamin K und E ist in Olivenöl enthalten. Bedeutsame aromatische Verbindungen, die das Öl liefert, sind auch unter der Bezeichnung Polyphenole bekannt.

Polyphenole sind fähig, den menschlichen Organismus vor freien Radikalen zu schützen und weisen zudem eine entzündungshemmende Wirkung auf.

Abhängig vom Reifezustand zeigt es sich unterschiedlich gefärbt. So kann es eine grün-bräunliche bis hellgelbe Färbung aufweisen. Ein Hinweis auf die Qualität des Öls ist das jedoch nicht. Dahingegen bietet die Farbe rein geschmacklich Unterschiede. Gelbliches Olivenöl weist eine reife, süßliche Note auf. Gegensätzlich hierzu schmeckt dunkelgrünes Öl eher stark fruchtig.


Was ist gutes Olivenöl?

Bereits seit vielen Jahrtausenden gehört Olivenöl zu den Superfoods. Überlieferungen zufolge trinken Italiener jeden Tag ein kleines Glas kalt gepresstes Olivenöl. Damit möchten sie ein hohes Lebensalter erreichen. Andererseits sagt man dem Öl eine außergewöhnliche Zusammensetzung von Fetten nach. Kombiniert mit einem leichten fruchtig-grasigem Aroma soll das gute Öl der Oliven dafür sorgen, dass wir uns bis ins hohe Alter fit und vital fühlen.

Mediziner wie auch Ernährungswissenschaftler auf der gesamten Welt sind sich einig, dass ein regelmäßiger Verzehr von Olivenöl verschiedenen Krankheiten vorbeugen kann, und sich hierdurch die Lebenserwartung wesentlich erhöht.

Während es vorrangig in der mediterranen Küche zu Hause ist, nutzen auch viele Menschen im Raum Deutschland das kostbare Öl zum Verfeinern von

  • Dips
  • Salaten
  • Saucen
  • Suppen
  • Fleisch und Meeresfrüchte

Während die deutsche Bevölkerung rund 0,85 Liter im Jahr pro Kopf Olivenöl verbraucht, konsumieren Menschen in Spanien und Italien über zehn Liter je Jahr. Griechenland trumpft sogar mit über 20 Litern pro Jahr auf.

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Woran erkennen Sie gutes Olivenöl?

Auf dem Markt befinden sich unermesslich viele Sorten. Um wirklich gutes Olivenöl für die mediterrane Küche zu finden, ist es essentiell, mehr über die Herstellung zu wissen. Denn diese entscheidet über Qualität und Geschmack des Öls – vergleichbar mit gutem Wein.

Als perfekter Zeitpunkt für die Olivenernte gilt der November, dann nehmen die Oliven eine violette Färbung an. Die Ernte erfolgt wahlweise manuell oder auch maschinell. Während bei der maschinellen Ernte Rüttelmaschinen zum Einsatz kommen, erfolgt bei der manuellen Methode die Ernte per Hand.

Nach der Ernte ist es bedeutsam, die Oliven möglich am gleichen Tag zu verarbeiten. Nur so lässt sich der original frische Geschmack erhalten. Das Öl selbst wird mechanisch gewonnen. Hierfür setzen die Arbeiter*innen entweder das traditionelle Verfahren oder das moderne Verfahren ein.

Traditionelles Verfahren

Hierbei gelingt die Ölgewinnung durch Pressen der Oliven, inklusive Kern. Aus der so entstandenen Olivenpaste erzielt man durch Pressung ein Öl-Wasser-Gemisch. Nach einer Ruhezeit setzt sich das Olivenöl vom Wasser ab.

Modernes Verfahren

Dahingegen ermöglicht das moderne Verfahren eine schnellere und verlustärmere Ölgewinnung durch einen Dekanter und Zentrifugen. Ein Olivenbrei, der aus zerkleinerten Oliven entsteht, gelangt in die Zentrifuge. In dieser trennen sich feste Stoffe vom Öl-Wasser-Gemisch. Eine zweite Zentrifuge liefert schließlich das Olivenöl.

Damit Sie gutes Olivenöl erkennen, legen Sie Ihr Augenmerk auf die Güteklasse.

Merkmale eines guten Olivenöls

Insgesamt acht Güteklassen für Olivenöl sind in der EU-Verordnung festgelegt, die eine präzise Kennzeichnung von Grenzwerten für chemische Inhaltstoffe vorgeben. Aber auch sensorisch muss es fehlerfrei sein. Für Sie als Verbraucher sind die Güteklassen 1, 2 und 5 entscheidend.

Güteklasse des OlivenölsErläuterungen
Natives Olivenöl extra, Güteklasse 1Herstellung des Olivenöls nur mit mechanischem Verfahren unmittelbar aus der Olive. Im nativen Olivenöl extra findet sich je 100 g ein maximaler Säuregehalt von 0,8 g.
Natives Olivenöl,  Güteklasse 2Ausschließliche Gewinnung des Öls durch mechanische wie physikalische Verfahren. Natives Olivenöl kann leicht sensorische Fehler aufweisen sowie eine geringere chemische Qualität.
Olivenöl, Güteklasse 5Hierbei handelt es sich um einen Verschnitt des raffinierten, nativen Olivenöls extra. Das Öl lässt sich gut erhitzen und weist einen neutralen Geschmack auf.
Oliventreseröl, Güteklasse 8Das Öl ist eine Mischung von industriell hergestelltem Oliventresteröl aus nativen Olivenölen und dem Presskuchen. Sie können dieses ausschließlich zum Braten verwenden.

Achten Sie beim Kauf von gutem Olivenöl darauf, wahlweise natives Olivenöl oder natives Olivenöl extra zu wählen. Denn diese beiden Öle können Sie für kalte und warme Speisen verwenden. Sie finden gutes Olivenöl in Feinkostgeschäften, gut sortierten Supermärkten wie auch beim Weinhändler. Online haben Sie zudem die Möglichkeit, unmittelbar beim Erzeuger gutes Olivenöl (nativ extra) einzukaufen.


Ein weiteres Merkmal für hohe Qualität ist der Säuregehalt, der über die verwendeten Oliven Auskunft gibt. Je weniger Ölsäure sich im Olivenöl findet, umso qualitativ hochwertiger waren die hierfür verarbeiteten Oliven. Wenn hingegen überreife Früchte zur Verarbeitung kommen, erhöht sich der Säuregehalt.

Unterschiede gibt es zwischen der Kaltextraktion und der Kaltpressung. Beide Verfahren gewinnen es aus Olivenbrei unter Temperaturen von maximal 27 Grad Celsius. Kaltextrahiertes oder kaltgepresstes Olivenöl weist zahlreiche Vorteile und einige Nachteile auf:

VorteileNachteile
Frischer, aromatischer GeschmackKaum Hitzebeständig
Großer Anteil ungesättigter FettsäurenEs können sich Spuren von Schwermetallen und Insektiziden darin befinden
Sehr hoher Vitamin E-AnteilEnthält gegebenenfalls Pflanzenrückstände
Ausgezeichnet geeignet, um Speisen zu verfeinern

Welche wertvollen Inhaltsstoffe enthält gutes Olivenöl?

Gutes Olivenöl bietet Ihnen gesunde Inhaltsstoffe, worunter sich neben sekundären Pflanzenstoffen auch ungesättigte Fettsäuren sowie Vitamine befinden. Die vorkommenden Vitamine und sekundären Pflanzenstoffe, wie beispielsweise Polyphenole, schützen gegen freie Radikale. Darüber hinaus kämpfen sie gegen schädliche Vorgänge im Organismus des Menschen an. Außerdem sorgen beide für den besonderen Geschmack.

Dahingegen wirken sich ungesättigte Fettsäuren positiv auf die Herzgesundheit aus, sie haben eine entzündungshemmende wie gefäßerweiternde Wirkung.

Entnehmen Sie der nachfolgenden Tabelle die Nährwerte, die ein Esslöffel Olivenöl enthält.

NährstoffMenge
Ballaststoffe       0 g
Fett       1400 mg
Gesättigte Fettsäuren       1900 mg
Einfach ungesättigte Fettsäuren
     10 g
Mehrfach ungesättigte Fettsäuren
1400 g
Cholesterin       0 g
Omega 3-Fettsäuren         104 mg
Omega 6-Fettsäuren       1300 mg
Protein        0 g
Kalorien121 Kilokalorien
Kohlenhydrate        0 g
Vitamin E               2 mg
Vitamin K               8,2 µg
Zucker        0 g

Worauf sollten Sie Wert legen beim Kauf von gutem Olivenöl?

Achten Sie stets auf die Herkunftsangaben und das Siegel! Denn diese geben Auskunft über die Qualität und den Geschmack des Öls. Sehr gutes Olivenöl hat seinen Ursprung in bestimmten Ländern oder sogar einzelnen Regionen. Auf geschützte Anbaugebiete weisen verschiedene Siegel hin.

  • Deutschland – Natives Olivenöl extra
  • Frankreich – Huile d’olive extra vierge
  • Großbritannien – Extra virgin olive oil
  • Italien – Olio extra vergine di oliva
  • Spanien – Aceite de oliva virgen extra

Wie kann ich Olivenöl verkosten?

Damit Sie sich von der besonderen Qualität guten Olivenöls überzeugen können, empfehlen wir eine kurze Verkostung.

Lassen Sie sich beim Verkosten nicht von eventuellen Farbabweichungen verschiedener Olivenöle täuschen. Denn die Farbe sagt nichts über die Qualität aus, sondern ist sortenabhängig. Wählen Sie am besten ein dunkles Glas, um sich hiervon nicht ablenken zu lassen.

Zwei Esslöffel Olivenöl im Glas sind ausreichend. Gut ist es, das Olivenöl leicht erwärmt zu kosten, indem Sie das Glas mit den Händen erwärmen. Wenn Sie dabei das Glas langsam kreisen lassen, verbleibt etwas Olivenöl am Glas haften, wodurch sich das volle Aroma entfaltet.

Bestimmen Sie den Geruch, denn Aromen lassen sich riechen. Dabei reichen die Gerüche von fruchtig über reif bis erdig oder sogar leicht nussig. Jetzt lohnt es sich, einen Schluck des guten Olivenöls zu nehmen. Ihre Zunge kann durch ihre Geschmackspapillen einzelne Geschmacksstoffe herausfiltern.

Insbesondere bei geschlossenem Mund und gleichzeitiger Nasenatmung nehmen Sie diese am besten beim Herunterschlucken des Olivenöls wahr. Damit Sie später weiteres gutes Olivenöl vergleichen können, ist es ratsam, sich einige Notizen zur Geschmackswahrnehmung zu machen.

Ihre Zunge kann fünf Geschmacksrichtungen aufspüren:

  1. Bitter – auf der hinteren Oberseite der Zunge
  2. Salzig – auf der Oberseite der Zunge
  3. Sauer – an beiden Seiten der Zunge
  4. Süß – direkt an der Zungenspitze
  5. Umami – auf der Oberfläche der gesamten Zunge

Schreiben Sie sich bestenfalls Ihre Wahrnehmungen auf.

Nach Ende des Verkostens sollten Sie ihre Zunge gründlich reinigen, um auch weiterhin schmecken zu können.

Was kostet gutes Olivenöl?

Gutes Olivenöl kostet in der Regel zwischen sechs und mehr als 40 Euro je Liter. Dass hier der Preis etwas über die Qualität aussagt, bestätigt die Stiftung Warentest. Wenn Sie sich einmal das aufwendige Produktionsverfahren anschauen, finden Sie schnell heraus, dass bei gutem Olivenöl Qualität hohe Kosten verursacht.

Um Olio extra vergine herzustellen, erfolgt die Ernte per Handarbeit. Somit dürfte klar sein, dass ein so hergestelltes Olivenöl mehr als zehn Euro je Liter wert ist. Daneben fallen auch die

  • Lage
  • geschmackliche Qualität
  • Menge des hergestellten Olivenöls

beim Verkaufspreis ins Gewicht. Dafür können Sie jedoch davon ausgehen, dass es sich beim teureren Öl um qualitativ hochwertiges Olivenöl mit einzigartigen Aromen handelt. Sie haben sich von den Ölen aus dem Discounter enorm ab. Denn durch die Massenproduktion für den dortigen Verkauf fallen Einsparungen an, die sich auf Geschmack und Qualität auswirken.

Legen Sie also Wert auf herausragende Qualität Ihres Olivenöls, rechnen Sie mit wenigstens zehn Euro je Liter nativen Olivenöls. Wenn Sie auf exquisites Olivenöl extra virgine Wert legen, rechnen Sie mit mindestens rund 20 Euro für einen halben Liter Öl. 

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Veröffentlicht von Enrico Braunschweig

Der Autor lebt und arbeitet in der Toskana. Täglich in alle Aspekte des Olivenanbaus und der Gewinnung von Olivo Dorato Premium Olivenöl involviert und unterstützt von weiteren Experten, gibt er hier fundiertes Wissen weiter.

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