Ölziehen mit Olivenöl

Viele Menschen sprechen davon und betonen immer wieder die positiven Auswirkungen, die das Ölziehen mit Olivenöl mit sich bringen kann. Doch was verbirgt sich eigentlich hinter diesem „Trend“? Oder handelt es sich vielleicht überhaupt nicht um einen Trend, sondern um eine tolle Möglichkeit, dem eigenen Körper etwas Gutes zu tun? Die folgenden Abschnitte zeigen auf, was es mit dem Ölziehen auf sich hat und wie hiervon gegebenenfalls Zähne und Zahnfleisch profitieren können. 

Ein weiterer Vorteil: Ölziehen gehört zu den Anwendungen, die nicht viel kosten, mit denen aber durchaus viele positive Auswirkungen verbunden werden. Es sollte jedoch immer im Hinterkopf behalten werden, dass jeder Körper anders ist und dass auch bei korrekt ausgeführtem Ölziehen keine „Erfolgsgarantie“ abgegeben werden kann. Dennoch gibt es mittlerweile auch viele Zahnmediziner, die das Vorgehen empfehlen. 

(Vorweg: Zur Wirksamkeit des Ölziehens gibt es unterschiedliche Meinungen! Während viele Verfechter des Ziehens immer wieder die positiven Auswirkungen betonen, die die Vorgehensweise nach sich ziehen kann, sind viele Schulmediziner skeptisch.)
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Weshalb kann es sich lohnen, mit dem Ölziehen anzufangen? 

Ölziehen wird in den Bereich der alternativen Behandlungen eingeordnet. Es ist ein Bestandteil der Ayurveda Lehre und kann auf eine lange Geschichte zurückblicken. Klassisch wird das Ölziehen am Morgen angewendet. Es soll die Zahn- und Mundpflege ergänzen und entgiftend wirken. 

Das Prinzip, das sich hierhinter verbirgt, ist schnell erklärt: Über das Ziehen werden dem Mundraum Giftstoffe entzogen. Nachdem das Öl lange genug um Mund war, werden genau diese Giftstoffe, die sich hier übrigens über Nacht gesammelt haben, ausgespuckt. 

Um hier möglichst viele dieser Giftstoffe „zu erwischen“, empfehlen Experten die bereits erwähnte morgendliche Behandlung – und zwar noch bevor gefrühstückt wurde. 

Ölziehen mit Olivenöl – eine Schritt für Schritt Anleitung

Ölziehen ist nicht schwer. Die folgende Schritt für Schritt Anleitung zeigt auf, wie hier vorgegangen werden sollte. 

  1. Zunächst braucht es ein hochwertiges Öl. Dieses sollte kaltgepresst sein. 
  2. Im Idealfall sollte das Procedere jeden Tag am Morgen wiederholt werden. Ein Esslöffel Olivenöl reicht hier aus. Die Menge sollte für etwa zwanzig Minuten im Mund hin und her bewegt werden. 
  3. Die besten Voraussetzungen für einen möglichst umfangreichen Effekt ergeben sich, wenn das Öl mit ein wenig Druck (hierzu braucht es ein klein wenig Übung) durch die Zahnzwischenräume gezogen wird. 
  4. Schon nach einigen Minuten zeigt sich, dass der Speichelfluss angeregt wird und sich der Mund dementsprechend mehr und mehr füllt. 
  5. Nach den bereits oben erwähnten zwanzig Minuten kann das Öl dann ausgespuckt werden. 
  6. Mit klarem Wasser nachspülen. 
  7. Nun können die Zähne wie gewohnt geputzt werden. 

Aufgrund des Zeitraums von zwanzig Minuten ist es gegebenenfalls nötig, den eigenen Zeitplan im Bad ein wenig anzupassen. Selbstverständlich bedeutet „20 Minuten Ölziehen“ jedoch nicht, dass es wichtig wäre, sich in dieser Zeit nur mit diesem Vorgang zu befassen. Wer schon ein wenig Übung hat, kann das Ölziehen auch mit anderen morgendlichen Tätigkeiten, zum Beispiel dem Kämmen der Haare oder dem Anziehen, kombinieren. 

Diejenigen, die sich für das Ziehen begeistern können, unterstreichen immer wieder, wie wichtig es sei, Viren und andere „Störenfriede“ auf diese Weise zu beseitigen. Damit die beste Grundlage für den erhofften Erfolg geschaffen werden kann, ist es wichtig, gerade in Bezug auf den Zeitfaktor keine Kompromisse einzugehen. Das bedeutet, dass die 20 Minuten nicht unterschritten werden sollten. Auch die Technik spielt in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle. Das Ziehen durch die Zahnzwischenräume sorgt dafür, dass auch die eher schwer zugänglichen Stellen erreicht werden. 

Wie wirkt Ölziehen (angeblich)?

Wie bereits zu Beginn angedeutet, herrscht in Bezug auf die Wirksamkeit des Ölziehens keine Einigkeit. Es lohnt sich vielleicht dennoch, einen Blick auf die möglichen Auswirkungen einer regelmäßigen Anwendung zu werfen. Eine 100%ige Erfolgsgarantie gibt es jedoch nicht. 

Ölziehen soll dabei -laut seinen Verfechtern – unter anderem:

  • Zahnfleischentzündungen vorbeugen
  • Plaque verhindern
  • Karies abwehren
  • dem Zahnfleisch guttun
  • Krankheitserreger aufhalten, weiter in den Körper einzudringen.

Was inwieweit und in welchem Umfang zutrifft, muss sicherlich jeder für sich selbst herausfinden. Fest steht, dass es das Ölziehen geschafft hat, sich einen Platz im Bereich der ayurvedischen Medizin zu sichern und immer mehr Menschen von sich zu begeistern.

Ölziehen mit Olivenöl soll oft auch gegen Mundgeruch helfen

Mundgeruch muss nicht zwangsläufig das Resultat einer mangelnden Mundhygiene sein. In der Regel sind Bakterien für das unangenehme Gefühl im Mundraum verantwortlich. Exakt an dieser Stelle kommt für einige ebenfalls das Ölziehen ins Spiel. 

Denn: Auf Basis der oben erwähnten Technik soll es unter andrem auch möglich sein, die riechenden Substanzen zu binden und – ebenfalls nach etwa zwanzig Minuten – auszuspucken. Ein Vorteil: Fett bindet hier deutlich besser als Wasser und kann die entsprechenden Stoffe dann noch besser „mit nach draußen“ nehmen. 

Da hochwertiges Olivenöl mit einem überzeugenden antibakteriellen Effekt verbunden wird, wird dem Ölziehen auch oft eine positive Auswirkung auf das Verhindern von Karies und Co. zugeschrieben. 

Es gibt keine wissenschaftlichen Beweise dafür, dass Ölziehen funktioniert

Egal, ob mit Olivenöl, mit Kokosöl oder mit einem anderen Öl gezogen wird – eines haben sie alle gemeinsam: es gibt keine wissenschaftlichen Beweise dafür, dass das Ganze auch wirklich funktioniert. Daher sind auch viele Mediziner (gerade aus dem Bereich der klassischen Schulmedizin) nicht zu 100% überzeugt. 

Ein Kritikpunkt der in diesem Zusammenhang immer wieder erwähnt wird, ist, dass das Ölziehen quasi auf der Theorie aufbaut, dass der Körper nicht selbst dazu in der Lage ist, sich von verschiedenen Giftstoffen zu befreien. 

Dementsprechend zeigen sich einige mit entsprechenden Empfehlungen zurückhaltend. Aber: Bisher konnte noch nicht nachgewiesen werden, dass es schädlich ist, sich jeden Tag einer solchen „Behandlung“ zu unterziehen. Daher scheint das Ganze sich zumindest nicht negativ auf den Körper bzw. den Mundbereich auszuwirken. Auch das anfängliche, „komische Gefühl“, das viele zu Beginn des Ölziehens noch empfinden, verschwindet in der Regel schnell. 

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Veröffentlicht von Enrico Braunschweig

Der Autor lebt und arbeitet in der Toskana. Täglich in alle Aspekte des Olivenanbaus und der Gewinnung von Olivo Dorato Premium Olivenöl involviert und unterstützt von weiteren Experten, gibt er hier fundiertes Wissen weiter.

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