Kann Olivenöl den Testosteronspiegel von Männern positiv beeinflussen?

Im Zusammenhang mit Olivenöl ist immer wieder von „gesunden Inhaltsstoffen“ und einer „ausgewogenen, mediterranen Kost“ die Rede. Doch was bedeutet dies eigentlich im Detail? Fest steht, dass hochwertige Olivenöle mit vielen wichtigen Inhaltsstoffen aufwarten. 

Nun wurde im Rahmen verschiedener Untersuchungen aufgezeigt, dass sich eine bewusste, fettarme Ernährung auch auf den Testosteronspiegel von Männern auswirken kann. Oder anders: wer sich fettarm ernährt, beeinflusst damit oft auch seine Testosteronproduktion. Diese wird weniger.

Und exakt an dieser Stelle kommt das native Olivenöl ins Spiel. Einige Experten schlagen vor, dem Effekt der geringeren Testosteronproduktion durch die Aufnahme von Olivenöl entgegenzuwirken. 

Die Forschung steckt hierbei noch ein wenig in den berühmten Kinderschuhen. Der Blick auf mögliche Zusammenhänge lässt jedoch aufhorchen. 

Wie reagiert die Testosteronproduktion auf die zusätzliche Aufnahme von Olivenöl?

Im Rahmen verschiedener Untersuchungen konnte aufgezeigt werden, dass eine Aufnahme von einfach ungesättigten Fettsäuren, wie sie beispielsweise in Olivenöl enthalten sind, die Produktion von Testosteron ankurbeln können. 

Somit lässt sich der verminderten Testosteronproduktion im Rahmen von Diäten, bei denen bekanntermaßen vornehmlich auf Fett verzichtet wird, möglicherweise entgegenwirken. 

Die Ergebnisse, auf denen diese Erkenntnisse basieren, stammen aus Studien mit mehr als 200 Teilnehmern. 

Sind Diäten, bei denen auf einen höheren Fettkonsum gesetzt wird, effektiver?

Hierbei handelt es sich um eine Frage, mit der sich in der Vergangenheit schon viele Menschen auseinandergesetzt haben. 

Über einen langen Zeitraum hinweg sahen viele Menschen im Fett „das Böse“, wenn es darum ging, beispielsweise mit Hilfe einer Diät ein bestimmtes Wunschgewicht zu erreichen. 

Die Erkenntnisse der besagten Studien könnten jedoch das Denken vieler Menschen revolutionieren. Denn: die Untersuchungen zeigen auf, dass Diäten, die auf einen höheren Fettkonsum setzen, oft erfolgversprechender sind als Diäten, bei denen zu viel Fett eingespart wird. 

Im Wesentlichen müsse hier zwischen ungesättigten und gesättigten Fettsäuren unterschieden werden. 

Als positives Beispiel wird hierbei – wie so oft – die Ernährungsweise der Menschen in den Mittelmeerregionen angeführt. Spanier, Italiener und viele weitere Nationen verzichten nicht auf Fett, konsumieren jedoch verstärkt die „guten“ Fette, beispielsweise aus Olivenöl, Avocados und Co. … und profitieren so (offensichtlich, wenn den Studienergebnissen Glauben geschenkt werden kann und diese entsprechend aussagekräftig sind) von einer verstärkten Testosteronproduktion.

Weshalb ist ein gesunder Testosteronspiegel eigentlich so wichtig?

Eine optimale Testosteronproduktion kann sich in vielerlei Hinsicht positiv auf den Körper auswirken. Vor allem die Psyche, jedoch auch die sexuelle Gesundheit spielen in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle. 

Es gibt beispielsweise zahlreiche Studien, in deren Zusammenhang immer wieder eine Verbindung zwischen einem zu niedrigen Testosteronspiegel und Diabetes, verschiedenen Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Depressionen gefunden werden konnte. 

Auch wenn hier noch abschließender Klärungsbedarf besteht, ist es sicherlich nicht falsch, ein wenig genauer auf die entsprechenden Vorgänge zu schauen, um etwaige mögliche Zusammenhänge erkennen zu können. 

Immerhin gibt es auch viele Männer, die berichten, dass es ihnen – nachdem sich der Testosteronspiegel wieder eingependelt hat – deutlich besser geht. 

Doch wie bereits erwähnt: die Ergebnisse sind noch nicht wissenschaftlich fundiert. Dementsprechend liegt es nahe, dass hier in den kommenden Jahren noch viel geforscht werden wird. 

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Welche Rolle spielt die Evolution?

Dass eine gesunde Aufnahme von Fett, Wohlbefinden und Energie für die Menschen eine wichtige Rolle spielen, ist nicht neu. Schon vor tausenden von Jahren setzten viele auf eine besonders fettreiche Art der Ernährung, um widerstandsfähig und aktiv bleiben zu können. Damals kamen unter anderem Milch und Käse – aus besagten Gründen – besonders häufig auf den Teller. 

Doch auch die Olive spielte im Laufe der Zeit eine immer größere Rolle, wenn es darum ging, den Körper mit wichtigen Nährstoffen zu versorgen. Vor allem in den Regionen rund um den Mittelmeerraum entwickelten sie sich schnell zu einer Art „Grundnahrungsmittel“. Die Menschen erkannten ihren Wert als Energielieferanten und verarbeiteten sie in den unterschiedlichsten Gerichten (oder genossen sie gleich pur). 

Interessanterweise spielten die „guten Fette“ jedoch nicht bei allen Völkern der Erde eine gleich wichtige Rolle. Um hier jedoch fundierte Aussagen treffen zu können (möglicherweise auch dazu, wie die Menschen die Fette im Alltag einsetzten), müssen weitere Untersuchungen angestellt werden. Aktuell tappt die Wissenschaft hier noch ein wenig im Dunkeln. 

Grundsätzliches Interesse scheint jedoch – wie die aktuellen Studien rund um einen ausgewogenen Testosteronspiegel belegen – da zu sein. 

Ein niedrigerer Testosteronspiegel und ein Blick in die jüngere Vergangenheit

Wer sich mit der Entwicklung der durchschnittlichen Testosteronspiegel auseinandersetzt, stellt schnell fest, dass die Werte der Männer hier seit den 1970er Jahren gefallen sind. Dieser Aspekt würde unter anderem auch zu der Tatsache passen, dass es sich hierbei um eine Zeit handelte, in der sich immer mehr Menschen Gedanken über „die perfekte Figur“ gemacht haben. Fitnesstrends und Co. waren geboren: das Ziel – Idealgewicht. 

Auch viele Männer wollten dieses mit einer möglichst geringen Kalorienanzahl erreichen und nahmen sich vor, wenig Fett zu konsumieren. Auf diese Weise sank der Testosteronspiegel weiter. In einer Studie konnte unter anderem nachgewiesen werden, dass die Anzahl der Spermien (in den westlichen Ländern) nach und nach weniger wurde. 

Hierbei gilt es jedoch, auch zu untersuchen, ob – neben veränderten Ernährungsgewohnheiten möglicherweise auch noch weitere Faktoren eine Rolle spielen könnten. Die Forschung ist in diesem Bereich noch lange nicht am Ende. 

Fazit

Fett, Gewicht, Fitnessziele und eine möglichst optimal abrufbare Energie haben für die Menschen schon seit jeher eine wichtige Rolle gespielt. Über einen langen Zeitraum wurde jedoch – offensichtlich – vergleichsweise wenig mit Hinblick auf gesättigte und ungesättigte Fette und deren Wechselwirkung mit anderen Bereichen des Körpers geforscht. 

Gerade mit Hinblick auf die Gefahr eines zu niedrigen Testosteronspiegels ist es jedoch heutzutage wichtiger denn je, am Ball zu bleiben und ein eventuelles Risiko nicht zu unterschätzen. 

In einem sind sich viele Wissenschaftler jedoch schon jetzt einig: Nicht jede Art von Fett sollte verteufelt werden. Immerhin braucht der Körper (egal, ob männlich oder weiblich) Fett, um Energie abrufen und einsetzen zu können. 

Auf der Suche nach „gutem Fett“ lohnt es sich dementsprechend durchaus, sich an der Ernährungsweise der Menschen aus dem Mittelmeerraum zu orientieren. Ein Blick auf die Statistiken zeigt immer wieder, dass es sich hierbei um eine vergleichsweise gesunde Kost handelt, die nicht nur viele wichtige Nährstoffe liefert, sondern auch – ganz nebenbei – kulinarisch überzeugt.

Mehr zur Studie: https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0960076021000716?via%3Dihub

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Veröffentlicht von Enrico Braunschweig

Der Autor lebt und arbeitet in der Toskana. Täglich in alle Aspekte des Olivenanbaus und der Gewinnung von Olivo Dorato Premium Olivenöl involviert und unterstützt von weiteren Experten, gibt er hier fundiertes Wissen weiter.

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