Sind Oliven in der Schwangerschaft ok?

Die Frage lautet; Dürfen Oliven in der Schwangerschaft gegessen werden oder schaden sie? Viele schwangere Frauen wissen, dass die kulinarischen Gelüste während dieser spannenden Zeit – zumindest gefühlt – oft „von jetzt auf gleich“ kommen. Gleichzeitig sollte selbstverständlich nicht vergessen werden, dass es gerade in diesen Monaten wichtig ist, sich gesund und ausgewogen zu ernähren. 

Klar: naschen ist erlaubt, aber dennoch ist es unter anderem natürlich auch unerlässlich, beispielsweise auf eine ausreichende Nährstoffzufuhr zu achten. 

Doch was bedeutet diese „Grundregel“ eigentlich mit Hinblick auf den Genuss von Oliven in der Schwangerschaft? Immerhin sind in ihnen doch viele Vitamine und Mineralstoffe enthalten! Oder gehören Oliven vielleicht sogar zu den Lebensmitteln, die in der Schwangerschaft per se nicht gegessen werden dürfen? 

Die folgenden Abschnitte geben Aufschluss!

Oliven: vor allem in der mediterranen Küche beliebt

Die Menschen in den Regionen rund um das Mittelmeer wissen die Olive nicht nur aufgrund ihres Geschmacks, sondern auch wegen ihrer wertvollen Inhaltsstoffe zu schätzen. Egal, ob zwischendurch als Snack, im Salat oder im Auflauf: Oliven sind natürlich auch während der Schwangerschaft erlaubt – und dennoch sollten für einen unbedenklichen Genuss einige Punkte beachtet werden. So ist es dann auch möglich, von den zahlreichen positiven Effekten, die mit dem Verzehr von grünen und schwarzen Oliven einhergehen können, zu profitieren. 

Unter anderem werden mit dem regelmäßigen Genuss dieser Lebensmittel oft ein gesenkter Blutdruck und ein reduzierter LDL Cholesterinspiegel in Verbindung gebracht.

Die folgenden Details helfen dabei, die Situation noch ein wenig besser einzuschätzen. 

  • Wer Oliven in der Schwangerschaft essen möchte, sollte in jedem Fall darauf achten, dass sie NICHT aus der Frischetheke, sondern aus dem Glas kommen. Auch wenn die Hygienestandards im Zusammenhang mit frischen Produkten besonders hoch sind, kann es immer sein, dass eine Infektion übertragen werden kann. Daher ist es im Zweifel immer sicherer, während der Schwangerschaft auf die komplett frischen Oliven zu verzichten. 
  • Aus einem ähnlichen Grund ist es während der Schwangerschaft auch anzuraten, Oliven lediglich ungefüllt zu genießen. Denn: auch in der Füllung können Listerien und Co. lauern. Keine Frage: eine Olive, die mit Käse oder ähnlichem gefüllt wurde, kann unglaublich lecker sein. Auf diese Art von Genuss sollte jedoch während der Schwangerschaft verzichtet werden. 

Abschließend gilt für Oliven natürlich die Regel, dass sie nur genossen werden dürfen, wenn sie noch haltbar sind. Das aufgedruckte MHD gibt hier einen fundierten Hinweis, ist jedoch nicht in Stein gemeißelt. Daher ist es im Zweifel immer am besten, auf den Geschmackssinn zu vertrauen. Schmecken (oder riechen) die Oliven „irgendwie anders“ müssen sie natürlich entsorgt werden… und zwar unabhängig davon, ob eine Schwangerschaft vorliegt oder nicht. 

Bitte keine Kompromisse!

Vor allem während einer Schwangerschaft sollte beim Genuss von Lebensmitteln keine Kompromisse eingegangen werden. Denn: werden Lebensmittel konsumiert, die Bakterien und Co. enthalten, droht im schlimmsten Fall mehr als „nur“ eine Magenverstimmung. 

Viele Ärzte warnen ihre Patientinnen beispielsweise immer wieder vor Listerien. Diese können unter anderem in den bereits erwähnten mit-Käse-gefüllten Oliven stecken und zu ernsthaften Beschwerden führen. Es kann jedoch auch sein, dass die werdende Mutter nichts vom Listerienbefall bemerkt, dass jedoch im „worst case“ der Tod des Kindes droht. Weitere Gefahren liegen unter anderem in einer möglichen Blutvergiftung und in der Entwicklung von Lungenkrankheiten. 

Wer den Verdacht hat, sich mit Listerien angesteckt zu haben, sollte unbedingt seinen behandelnden Arzt aufsuchen. 

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Besonders praktisch: Oliven liefern Folsäure

Gynäkologen haben – unter anderem auch im Rahmen der verschiedenen Vorsorgeuntersuchungen während der Schwangerschaft – die Versorgung des Körpers mit Folsäure bzw. Folat im Blick. Glücklicherweise zeichnen sich Oliven durch einen hohen Folsäuregehalt aus und sind damit wie geschaffen dafür, als gesunder Snack zu dienen. 

Folsäure ist allein schon deswegen während der Schwangerschaft wichtig, weil sie die Zellteilung des Embryos (und damit seine Entwicklung) unterstützt.

Schwangere sollten daher eine etwas größere Menge an Folsäure als nicht-schwangere Frauen zu sich nehmen (normaler Bedarf: ca. 300 Mikrogramm am Tag, Bedarf in der Schwangerschaft: etwa 450 Mikrogramm am Tag).

Vorsicht bei eingelegten Oliven in der Schwangerschaft!

Eingelegte Oliven mögen zwar die kulinarischen Gelüste – gerade mit Hinblick auf einen hohen Salzgehalt – befriedigen, können jedoch (gerade aufgrund des erwähnten Natriumgehalts) zu einem echten Problem werden. 

Denn: auch wenn Salz selbstverständlich wichtig für den Körper ist, gilt es hier immer, ein Augenmerk auf die jeweils zugeführte Menge zu legen. Unter anderem auch deswegen, weil zu viel Salz schnell den Blutdruck in die Höhe treiben kann. 

Wer hier auf Nummer Sicher gehen möchte, entscheidet sich einfach für die ungesalzene (oder leicht-gesalzene) Variante. Zwei Gramm Salz am Tag gelten für eine schwangere Frau als empfohlenes Maximum. Wer generell zu hohem Blutdruck tendiert, sollte hierüber in jedem Fall mit seinem behandelnden Arzt sprechen. 

Welche Nährstoffe sind in Oliven enthalten?

Oliven bieten – gerade dann, wenn sie pur zubereitet wurden – einen besonderen „Nährstoffcocktail“. Immer wieder ist hier von einem „gesunden Snack“ die Rede. Doch was bedeutet dies eigentlich im Detail? 

In 100 Gramm grünen Oliven stecken knapp 140 Gramm Kilokalorien und 14 Gramm Fett. Zudem sind in Oliven Natrium, Kalium, Magnesium, Calcium und Phosphor enthalten. 

Besonders „praktisch“ ist hierbei natürlich auch, dass die Snacks in die unterschiedlichsten Gerichte eingearbeitet werden können. Von warm bis kalt ist hier alles erlaubt. Wer keine Lust auf unverarbeitete Oliven hat, kann natürlich auch auf natives Olivenöl setzen. Auch hier wurde durch eine schonende Aufbereitung dafür gesorgt, dass möglichst viele Nährstoffe erhalten bleiben. Ein tolles Extra für Salate und Co.!

Tipps für den Oliven Genuss in der Schwangerschaft

Leider kann eine Verunreinigung mit Bakterien und Co. niemals zu 100 Prozent ausgeschlossen werden. Dennoch gibt es natürlich einige Tipps, die dabei helfen können, die kulinarischen Genüsse während dieser spannenden Monate zu risikoarm wie möglich werden zu lassen. 

Mit Hinblick auf Oliven bedeutet dies Folgendes: 

  1. Keine frischen Oliven kaufen, sondern auf Oliven aus dem Glas zurückgreifen. 
  2. Gefüllte Oliven können mit Bakterien und Co. verunreinigt sein. Daher ist es immer sicherer, auf die ungefüllte Variante zu setzen.
  3. Mit Hinblick auf die Haltbarkeit der Oliven gilt es immer, zunächst das MHD auf dem Glas zu beachten. Nach dem Öffnen sollten die Oliven im Kühlschrank aufbewahrt werden und binnen etwa sieben Tagen aufgebraucht sein. 
  4. Vorsicht beim Herausholen der einzelnen Oliven! Wer hier beispielsweise mit einem Löffel arbeitet, an dem sich noch Essensreste befinden, riskiert ebenfalls, dass die Flüssigkeit im Glas (und damit auch die Oliven) verunreinigt werden. 

Zusammengefasst gilt also: ja, Oliven in der Schwangerschaft sind ok und möglich und sie liefern viele wichtige Nährstoffe. Es gilt jedoch, einige Punkte zu beachten, um das Risiko für eine Infektion mit Listerien möglichst gering zu halten. 

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Veröffentlicht von Enrico Braunschweig

Der Autor lebt und arbeitet in der Toskana. Täglich in alle Aspekte des Olivenanbaus und der Gewinnung von Olivo Dorato Premium Olivenöl involviert und unterstützt von weiteren Experten, gibt er hier fundiertes Wissen weiter.

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